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Fußball, Opern, Popkonzerte, Wintersport: Die Arena verzeichnete in den ersten beiden Jahren mehr als vier Millionen Zuschauer
Am 13. August 2001 begann für den FC Schalke 04 eine neue Zeitrechnung. Mit einer stimmungsvollen Eröffnungsfeier läuteten die Königsblauen die Ära der Arena ein. Der Traditionsverein schaffte sich ein neues Zuhause, das hinsichtlich Funktionalität und Modernität nicht nur im Vergleich zum Vorgänger Parkstadion einen Quantensprung bedeutete. Mit herausfahrbarem Rasen, verschließbarem Dach, der verschiebbaren Südtribüne und dem Videowürfel als Anzeigentechnik avancierte die Arena auf Anhieb zur modernsten Spielstätte Europas. Hightech, die garantiert, dass an 365 Tagen im Jahr Fußballspiele vor bis zu 61.524 Fans, Popkonzerte gar mit über 70.000 Zuschauern ausgetragen werden können.
In den ersten beiden Jahren ihres Betriebs konnte die Arena selbst kühnste Erwartungen übertreffen. Kalkulierten die Betreiber mit einem jährlichen Zuschaueraufkommen von 1,5 Millionen Zuschauern bei 30 Veranstaltungen, wurden bei bislang 76 Veranstaltungen bereits 4,1 Millionen Besucher begrüßt. Die Rechnung, die Arena im größten Ballungsraum Europas zu platzieren, ist damit aufgegangen. Allein 6,4 Millionen Menschen wohnen weniger als 50 Kilometer von der multifunktionalen Spielstätte entfernt. Im überregionalen Einzugsbereich von 250 Kilometern sind es sogar rund 60 Millionen Menschen.
Ihnen wurde in den ersten 24 Monaten einiges geboten. Von Opernaufführungen über Popkonzerte bis hin zu hochkarätig besetztem Wintersport - die Arena war dank ihrer Unabhängigkeit von Witterungsbedingungen stets gut gefüllt. Unbestreitbare Vorzüge, die im Sommer 2003 eine Reihe von Superstars in die multifunktionale Spielstätte führte. Die US-Rocker Bruce Springsteen und Bon Jovi feierten umjubelte Auftritte, die später durch die ausverkauften Doppel-Veranstaltungen des deutschen Rockstars Herbert Grönemeyer sowie den von den Kritikern euphorisch gefeierten Vorstellungen Robbie Williams vor ebenfalls ausverkauftem Haus noch einmal übertroffen wurden. Insgesamt sahen 340.000 Fans diese sechs Konzerte.
Eine wichtige Zutat des Erfolgsrezeptes: In der Arena ist (nahezu) nichts unmöglich. So wurde am 28. Dezember 2002 erstmals ein Biathlonrennen in einem Stadion ausgetragen. Über 35.000 Zuschauer - mehr fanden wegen der strengen Sicherheitsbestimmungen keinen Einlass - feierten die Olympiasieger des Kombinationswettbewerbes aus Langlauf und Treffsicherheit am Schießstand während ihres spannenden Rennens über eine 968 Meter Loipe, die eigens für die Veranstaltung präpariert worden war. Ein noch größerer Erfolg war die zweite Auflage von Biathlon Aufschalke, bei dem dank verbesserter Sicherheitstechnik 50.342 Zuschauer für Gänsehaut-Atmosphäre sorgen.
Nichts ist unmöglich, dies gilt auch für die Improvisationskunst der Betreiber: So fanden im Mai innerhalb von 96 Stunden ein Popkonzert, ein Bundesligaspiel sowie eine Partie der American Footballer von Rhein Fire in der NFL Europe League statt. In dieser Zeit das Equipment der Musiker musste ab-, die Südtribüne umgebaut, der Rasen für die Fußballer reingefahren und nach Abpfiff der Partie mit den Markierungen der Footballer versehen werden. Auch dies macht die Logistik der multifunktionalen Spielstätte möglich.
Den Weg zur Austragung des nach dem Finale um die Weltmeisterschaft wohl zweitwichtigsten Fußballspiels der Welt hatte nicht zuletzt die Bewertung einer Delegation des europäischen Fußballverbandes UEFA geebnet. In ihrem Abschlussbericht empfahlen die Mitglieder der Stadion- und Sicherheitskommission der UEFA, die Arena als Fünf-Sterne-Stadion einzustufen. Wörtlich heißt es sogar: "Der Veranstaltungsort wird den Anforderungen mehr als gerecht und könnte sogar als ‚Sechs-Sterne-Stadion' bewertet werden (...)."
Nicht weniger begeistert zeigten sich die Delegierten des Weltfußballverbandes FIFA, die die Arena als eine der zwölf Spielstätten für die Weltmeisterschaft 2006 unter die Lupe nahmen. "Die Arena wird eine Perle der WM sein!", schwärmte FIFA-Sprecher Markus Siegler nach der ausführlichen Inspektion.
Glänzende Kritiken erhielt der Prachtbau besonders für seine Sicherheitstechnik. "Ich habe auf der ganzen Welt nur zwei Stadien gesehen, die in dieser Hinsicht der Arena ebenbürtig waren: Der Sapporo Dome und das Stadion in Detroit", lobte Walter Gagg, Direktor für Stadionsicherheit der FIFA. Deshalb müsse der Arena schon für ihre Planung ein exzellentes Zeugnis ausgestellt werden, ergänzte Siegler. Somit setze die Arena nach wie vor Standards, die weltweit ihresgleichen sucht.
Auch abseits der Großveranstaltungen hat die Arena ein bestechendes Profil entwickelt. Seien es Tagungen oder Jubiläen, Kongresse oder Betriebsfeiern, standesamtliche oder kirchliche Hochzeiten: Die hochmoderne Spielstätte mit ihrem eleganten und gemütlichen Ambiente für jeden Fall gerüstet. So wird jedem Betrachter klar, was die außergewöhnliche Technik nahe legt: Die Arena ist mehr als nur ein Stadion.
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