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In der zweiten Halbzeit des Freundschaftsspiels gegen die Schweden machten die 31.000 enttäuschten Zuschauer
ihrem Ärger lauthals Luft: "Schalke, Schalke!" hallte es durch das weite Rund des Parkstadions. Lustlos
spulte die deutsche Nationalelf ihr Programm herunter, von Spielfreude und Einsatzwillen war nichts zu
sehen. Gejubelt wurde nur in der 17. Minute als Mittelfeldspieler Pierre Littbarski das 1:0 erzielte.
Nach dem Ausgleich durch den schwedischen Verteidiger Hysén (62.) war kein Aufbäumen der deutschen Elf
zu sehen, so dass sich die Spieler nach dem Schlusspfiff ein gellendes Pfeiffkonzert der Zuschauer
gefallen lassen mussten. Der DFB zeigte sich nach der Partie nicht nur über das Ergebnis, sondern auch
über die Besucherzahl enttäuscht. "Aber schließlich sind wir schon für die EURO'88 qualifiziert und mit
Schweden hatten wir auch nicht den attraktivsten Gegner gefunden", begab sich DFB-Chef Hermann Neuberger
auf Ursachenforschung. Mit dem Spiel konnte die deutsche Nationalmannschaft jedenfalls kaum Werbung in
eigener Sache betreiben.
Deutschland: Illgner, Herget, Th. Berthold (46. Brehme), Kohler, Buchwald, Pflügler, Littbarski, Thon, Dorfner, Völler, K. Allofs
Schweden: T. Ravelli, R. Nilsson, Persson, Hysen, Larsson, Thern, Prytz, Stroemberg, Pettersson, Ekstroem, Gren (Limpar)
Zuschauer: 31.000
Tore: 1:0 Littbarski (17.), 1:1 Hysen (62.)
Schiedsrichter: Sanchez-Arminio (Spanien)
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