FIFA - Fussballweltmeisterschaft Deutschland 2006™     WM-Stadt Gelsenkirchen/WM-Stadion

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Stadtportrait
Gelsenkirchen - Programm für mehr als 90 Minuten

Gelsenkirchen bietet ein Programm für weit mehr als 90 Minuten. Wer diese Stadt besucht, erlebt, wie Zechen zu Theatern werden und die Kohle Platz gemacht hat für saubere Sonnenenergie. Energie bestimmt die Stadt in vielen Erscheinungsformen. Wichtigster Antrieb bis 2006: das Fußballfieber. Wichtigstes Potenzial darüber hinaus: die Offenheit für neue Entwicklungen und Menschen, die zupacken können. Während der WM wird Gelsenkirchen seine Gäste begeistern - mit der bekannt grandiosen Atmosphäre in der Arena und manch spannender Entdeckung vor und nach dem Spiel.

Perfekte Lage

Die Stadt Gelsenkirchen blickt bald auf 900 Jahre Geschichte zurück. Aber die Ideen, die die Stadt vorantreiben, sind brandneu. Auf den neustem Stand wird zur FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2006 ™ auch die Infrastruktur sein. Bis nächstes Jahr werden in Gelsenkirchen rund 55 Mio. Euro in die Verkehrsanbindungen investiert. Schon jetzt ist die zentrale Lage mitten im Ruhrgebiet ein riesiger Pluspunkt für den Standort. 6,4 Mio. Menschen leben in einem Umkreis von 50 Kilometern. Vier Autobahnen garantieren, dass jeder Fußballfan den für ihn günstigsten Weg ins Stadion wählen kann. Wer in Gelsenkirchen sein WM-Quartier aufschlägt, braucht deshalb kein anderes Spiel in Nordrhein-Westfalen zu verpassen. Zum Stadion in Dortmund sind es nur knapp 30 Autominuten, Köln erreicht man in ca. einer Stunde.

Erholung mitten in der Stadt

Auch nach dem Abpfiff hört das Erlebnis Gelsenkirchen nicht auf. Nur fünf Autominuten von der Arena entfernt treffen Alaska und Afrika aufeinander. In der Zoom Erlebniswelt begegnen Sie Eisbären und Löwen an nur einem Nachmittag. Ab 2007 lädt die Asienwelt des Tierparks zu einem Besuch bei Gibbons, Orang-Utans und Leoparden ein.

Wer nach dem spannenden Spiel einmal durchatmen möchte, findet auch abseits des Rasens jede Menge Grün. Ein Drittel der Stadtfläche besteht aus Parks, Wald und Wiesen. Erholen kann man sich im Revierpark Nienhausen, den Parkanlagen um Schloss Berge, dem Stadtgarten, dem Resser Wald oder dem Nordsternpark, einem zur Bundesgartenschau 1997 umgestalteten Gelände rund um die ehemalige Zeche Nordstern. Ganz Mutige wagen eine Expedition durch den grünen Dschungel im Skuplturenwald Rhein-Elbe. Hier hat ein Gussstahlwerk der Natur völlig das Feld überlassen. Nur noch einzelne Mauerreste kunden von der Industrie, die dort einmal war. Nur ein paar Schritte sind es auf dem Waldweg bis zur jeweils nächsten Skulptur der Künstlers Hermann Prigann. Höhepunkt im wahrsten Sinne des Wortes ist der Aufstieg auf die 110 Meter hohe Himmelstreppe. Betonrelikte einer Zeche türmen sich hier zu einem Denkmal in Azteken-Manier. Von hier reicht der Blick bis zur Rungenberghalde im Stadtnorden, davor wölbt sich das weiße Dach der Schalker Arena.

Sportstadt Gelsenkirchen

Gelsenkirchen ist nicht nur die Heimat des siebenfachen deutschen Meisters FC Schalke 04. Der Traditionsverein zählt über 49.000 Mitglieder in aller Welt. Die Heimspiele sind mit rund 61.000 Zuschauern regelmäßig ausverkauft. Doch gekickt wird nicht nur in königsblau. Über 10.000 Verteidiger, Mittelfeldstrategen und Stürmer mit Torinstinkt trainieren in 70 Gelsenkirchener Fußballvereinen. Wer nicht Fußball spielt, geht Schwimmen (5500 Mitglieder in Gelsenkirchener Vereinen), turnt (5500 Mitglieder) oder spielt Tennis (2600). Schon vor der FIFA WM 2006 ™ hat Gelsenkirchen dem Spitzensport oft eine Arena geboten. Internationalen Spitzenfußball gab es beim Champions-League Endspiel 2004, der Weltmeisterschaft 1974 und der EM 1988 (damals noch im Parkstadion) zu sehen. Außerdem wurde das DFB-Pokal-Endspiel dreimal (1961, 1978, 1980) in Gelsenkirchen ausgetragen. Zu den bisher größten Sportereignissen in der Stadt zählen außerdem der Bofrost Cup on Ice (internationales Eiskunstlaufturnier), zahlreiche Trabrennen, der Veltins Biathlon World Team Challenge sowie das internationale Judoturnier "Masters Open". Das Parkstadion war außerdem Austragungsstätte einiger nationaler und internationaler Leichathletikwettkämpfe.

Publikumsliebling Gelsenkirchen

Die Bühnen der Stadt machen Gelsenkirchen zum Publikumsliebling. Freunde von Musical, Ballett und Oper sind im Musiktheater im Revier genau richtig. Das Haus ist übrigens nicht nur beim Publikum beliebt, sondern auch bei Kritikern. Jüngst platzierte es sich in einer Umfrage eines Fachmagazins sogar auf Rang Drei, noch vor der altehrwürdigen Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf. Auch Weltstars der Popmusik geben sich in Gelsenkirchen die Hand. Schon im alten Parkstadion spielten die Rolling Stones, Genesis und Michael Jackson. In der Arena waren U2 und Robbie Williams zu Gast, die Multifunktionshalle ist auch Schauplatz opulenter Operninszenierungen, wie zuletzt Turandot. Für Konzerte unter freiem Himmel ist das Amphitheater mit seiner Kanalbühne am Nordsternpark eine der ersten Adressen im Ruhrgebiet.

Wirtschaft im Wandel

Rund um die Arena, im Berger Feld, erlebt man die Dynamik der Stadt. 2001 wurde dort der Fußballtempel der Spitzenklasse eröffnet. Bis zum WM-Anstoß 2006 entsteht in direkter Nachbarschaft ein neues Vier-Sterne-Hotel, das Courtyard by Marriott Gelsenkirchen sowie ein Reha-Zentrum, weitere Ansiedlungen sind möglich. Wer Gelsenkirchen besucht, sieht eines: Neue Ideen werden tatkräftig umgesetzt. Und zugleich sind noch Entwicklungsmöglichkeiten offen. Auf zu neuen Ufern heißt es etwa in ehemaligen Industriequartieren. Am ehemaligen Kraftwerksstandort Graf Bismarck entsteht eine "Stadt am Wasser" mit Gewerbeflächen und Wohnungen direkt am Rhein-Herne-Kanal. Zwischen Grünfläche zur einen Seite und dem Hauptbahnhof zur anderen liegt das ehemalige Hochofengelände "Schalker Verein". Nicht nur hier bietet Gelsenkirchen viel Platz für neue Ideen.

Bei allem Wandel vergessen die Gelsenkirchener ihre Herkunft nicht. Gelsenkirchen wurde urkundlich zum ersten Mal im Jahr 1147 erwähnt. Die Entdeckung von Steinkohle Mitte des 18. Jahrhunderts war der Startschuss für die Industrialisierung des Ruhrgebiets. Kohle und Stahl bildeten lange Zeit das wirtschaftliche Rückgrat der Arbeiterstadt. Gelsenkirchen entwickelte sich rasch zu einem der wichtigsten Montanindustriestandorte Europas. Das letzte Steinkohlebergwerk schloss 1998. Jetzt setzt die Stadt auf saubere Sonnenenergien, erarbeite sich neue Kompetenzen als soziale Stadt und schmiedet einen Masterplan für die Seniorenwirtschaft. Das Zupacken haben die Gelsenkirchener nicht verlernt.

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