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Echte Stadion-Atmosphäre auf Schalke beim Eröffnungsspiel
Obwohl das Eröffnungsspiel zwischen Deutschland und Costa Rica 600 Kilometer entfernt über die Bühne ging, war die Stimmung im FIFA-WM-Stadion Gelsenkirchen phantastisch. Dank des riesigen Video-Würfels stand die Verbindung zwischen Gelsenkirchen und München. Ausgelassene Fans feierten nicht nur den 4:2-Auftaktsieg der Klinsmann-Elf über die Mittelamerikaner, sondern vor allem sich selbst.
Stand die Partie in München im ersten Durchgang noch im Mittelpunkt, wurde sie nach der Pause immer wieder vom Sprechchören beider Fan-Lager "unterbrochen". Die Polen konterten sofort, wenn die zahlenmäßig unterlegenen Südamerikaner aus Ecuador ihre Helden anfeuerten. Mit "Polska, Polska"-Rufen dokumentierte sie, für wen ihr Herz schlägt.
Besonders hoch kochten die Emotionen zu Beginn der zweiten Halbzeit. Was weniger an den Bildern aus München lag, sondern vielmehr an den Auftritt der polnischen Nationalmannschaft. Das Team von Trainer Pawel Janas betrat den Rasen und inspizierte den eigenen Arbeitsplatz für den heutigen Abend.
Als aber die Begegnung in München zu Ende war, in der Miroslav Klose mit seinem zweiten Treffer, Thorsten Frings und Costa Ricas Paulo Wanchope den 4:2-Endstand hergestellt hatten, gab es ehrlich gemeinten Beifall von allen Zuschauern in der zu gut zwei Drittel gefüllten Arena. Die erste Akt des Fußball-Spektakels war vorbei, jetzt fieberten die Menschen dem zweiten entgegen.
Zu Beginn der Partie war die Arena ganz auf Seiten des WM-Gastgebers. Nach Philipp Lahms früher Führung brandete Applaus auf. Vereinzelt wurden Deutschland-Fahnen geschwenkt, und es gab sogar ein paar Sprechchöre für die DFB-Elf.
Jedoch war der Jubel nicht minder stark, als Paulo Wanchope kurze Zeit später zum 1:1 ausglich. Insbesondere die Polen freuten sich, dass der große Nachbar Probleme bekam. Die größte Begeisterung war allerdings spürbar, als Miroslav Klose in der 17. Minute das 2:1 erzielte. Mit einem "Polska, Polska" wiesen die Rot-Weißen darauf hin, wo der deutsche Angreifer geboren wurde.
Trotz aller sportlicher Rivalität war das Verhältnis zwischen den Gelben aus Ecuador und den Polen freundlich. In der Halbzeitpause gab es spontane Verbrüderungsszenen zwischen den beiden Fan-Gruppen auf dem Arena-Ring. Dabei fiel der Ideenreichtum der Gäste aus Südamerika auf. So trugen sie beispielsweise liebevoll gestaltete Hüte, die unter anderem Pyramiden oder Sonnentempel darstellten.
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