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12.06.2006
Für Arena war Nedved und nicht Rosicky entscheidend

Bruce Arena wollte nicht um den heißen Brei herumreden. "Heute hat auf jeden Fall das bessere Team gewonnen", stellte der Coach der Amerikaner nüchtern fest. Dabei hätten aus seiner Sicht in erster Linie zwei Dinge den Unterschied in der Schalker Arena ausgemacht: der frühe Führungstreffer und die zweiten Bälle.

Ihm fiel es sichtlich schwer, Akteure aus seiner Mannschaft zu benennen, die gegen die Tschechen nicht unter ihren Möglichkeiten geblieben sind. Claudio Reyna und der eingewechselte John O`Brian gehörten laut US-Coach Bruce Arena dazu. Der Rest hatte den Fußball-Lehrer indes mächtig verärgert an diesem Abend. Vor allem DeMarkus Beasley bekam sein Fett war. "Von ihm habe ich fast gar nichts gesehen."

Die Tschechen hingegen hätten hingegen jeden Fehler der US-Boys eiskalt bestraft, analysierte Arena. "Gleich beim ersten Tor wurde das deutlich. Der Abschlag von Kasey Keller hätte dort gar nicht hinkommen müssen und anschließend haben sich die Abwehrspieler nicht clever verhalten. So darf Koller nie zum Kopfball kommen."

Neben dem Schock in der Anfangsphase machte Arena zwei weitere Gründe aus, warum die US-Amerikaner von Beginn an auf verlorenem Posten standen: Pavel Nedved und die zweiten Bälle. "Für mich war nicht Rosicky sondern Nedved der Mann des Spiels. Er war permanent unterwegs und hat unsere Defensive immer wieder unter Druck gesetzt. Ihm ist es gelungen, die zweiten Bälle zu bekommen. Das haben meine Jungs nicht geschafft. Die Bälle, die abgewehrt wurden, landeten meistens bei den Tschechen."

Den Vergleich mit 1990 wollte Bruce Arena indes nicht so stehen lassen. Vor 16 Jahren waren die US-Amerikaner von der Tschechoslowakei mit 1:5 nach Hause besiegt worden. "So schlimm war es nicht." Jedoch müsse sich sein Team steigern, will es in den nächsten beiden Spielen gegen Italien und Ghana bestehen. "In der Form von heute gewinnen wir keine Partie."

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