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12.06.2006
Brückner: Koller-Ausfall wirft Schatten auf Sieg

Zufriedenheit sieht anders aus. Trotz des 3:0-Sieges kam bei tschechischen Trainer Karel Brückner keine Freude auf. Zu sehr betrübte ihn die schwere Verletzung von seinem Angreifer Jan Koller.

"Der Ausfall von Jan Koller stimmt mich richtig traurig", sagte der Fußball-Lehrer nach dem gelungenen Turnierstart seiner Mannschaft auf Schalke. Zwar konnte der Trainer noch nicht sagen, wie schwer die Oberschenkelverletzung des Angreifer ist, aber mit einem baldigen Rückkehr seiner Nummer neun rechnet er nicht. "Er war nach seiner langen Leidenszeit wegen des Kreuzbandrisses richtig heiß auf die WM. Und bis zu seinem Ausscheiden hat er phantastisch gespielt."

Unter dem Strich war die Verletzung des 2,02-m-Mannes der einzige negative Aspekt eines schönen Abends für die Tschechen, so Brückner. "Das war eines der besten Spiele dieser Mannschaft überhaupt", lobte er seine Akteure. "Sie haben einfach eine hohe Qualitäten und konnten das heute auf dem Spielfeld umsetzen."

Dass in diesem Zusammenhang Pavel Nedved erneut eine sehr gute Vorstellung bot, war für den 66-Jährigen nicht der Rede wert. "Zu der Leistung von Pavel muss ich nicht viel sagen. Sein Spiel spricht für sich. Er gehört noch immer zu den besten Fußballern der Welt."

Jedoch trat der erfahrenen Übungsleiter unmittelbar nach dem Sieg auf die Euphorie-Bremse. Auch wenn es ein gutes Gefühl sei, mit einem solchen Ergebnis in die Weltmeisterschaft zu starten, gebe es keinen Grund, "euphorisch zu sein", warnte Brückner. "Wir haben noch zwei sehr schwere Aufgaben vor der Brust."

Als ein großes Plus stufte der Trainer das Verhalten der Fans ein. Die Unterstützung in der Arena habe ihn start an die Europameisterschaft 2004 in Portugal erinnert. "Vor zwei Jahren haben uns die Fans förmlich nach vorne geschrieen. Wenn das jetzt wieder so ist, können wir ganz weit kommen."

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