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12.06.2006
Rosicky: Eigentlich bin ich kein Torjäger

Nicht nur die technische Studiengruppe der FIFA war der Meinung, dass Tomas Rosicky der Mann des Spiels war. Als der kleine Spieler vier Minuten vor dem Ende den Platz verließ, gab es Standing Ovations für Tschechiens Nummer zehn - und das ausgerechnet in einem Stadion, in dem der Noch-Dortmunder sonst immer einer schweren Stand hatte.

In der Schalker Arena sei es in seinen viereinhalb Jahren im Trikot der Dortmunder meist "nicht wirklich positiv gelaufen", gab der 25-Jährige zu. "Heute jedoch habe ich mich richtig gut gefühlt. Und man hat ja gesehen, wie sich das auf dem Feld bemerkbar gemacht hat."

Der Tscheche war nicht nur für zwei wunderschöne Treffer verantwortlich, er traf zudem noch einmal mit einem Fernschuss in der zweiten Hälfe die Querlatte. "Eigentlich bin ich ja kein Torjäger", räumte der Mittelfeldmann ein. "Nur der Trainer sagt immer, wir sollen es ruhig aus der Distanz versuchen. Heute hat es eben einmal hingehauen."

Rosicky war die Spielfreude förmlich anzusehen. Er sprühte nicht nur vor Ideen, sondern ließ seine gute Technik immer wieder aufblitzen. Eine Vorstellung, die er selbst nicht zuletzt auf seinen Wechsel von Borussia Dortmund zu Arsenal London zurückführt. "Jetzt muss ich mir keine Gedanken über meine Zukunft mehr machen. Das hilft auf jeden Fall. Ich kann befreit aufspielen."

Jedoch mischte sich unter die Freude auch Wehmut. "Der Ausfall von Jan Koller ist ein zu hoher Preis für den Sieg", bedauerte er die Verletzung seines ehemaligen Mannschaftskollegen bei Borussia Dortmund. "Auch wenn die endgültige Diagnose noch aussteht, es wird verdammt schwer, ihn zu ersetzen." Zumal er nicht der erste Stammspieler ist, für den Karel Brückner einen neuen Mann suchen muss. "Wir mussten doch schon auf Milan Baros und Vladimir Smicer verzichten."

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