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US-Fan Brankman: Bewegliches Spielfeld ist der Knaller
Für ihn besteht kein Zweifel. "Wir gewinnen gegen die Tschechen", sagt Andrew Brankman. Der 38-Jährige ist einer von 15.000 US-Amerikanern, die sich in der Arena das Spiel zwischen den Vereinigten Staaten und Tschechien anschauen.
Die Stimmung ist ausgelassen in der kleinen Reisgruppe. Zusammen mit 16 Jugendlichen und 15 Erwachsenen ist Andrew Brankman von der belgisch-niederländischen Grenzstadt Baarle-Nassau nach Gelsenkirchen gereist. "Wir waren fast drei Stunden unterwegs", sagt Brankman, der dort als Fußball-Lehrer im Einsatz ist.
In der Midwest Soccer Academy - Slogan: The Dutch Touch - schult er fußballbegeisterte Teenager aus Amerika, die in den Sommerferien ein paar Wochen in Europa bleiben. Brankman kommt wie seine Schüler aus Cincinnati/Ohio. "Wir bringen ihnen in Holland den europäischen Fußball näher. Dabei treten wir auch im Rahmen von Freundschaftsspielen gegen europäische Teams an." Zwei Partien haben die Jungs schon hinter sich, zwei stehen noch an. Und zwischendurch gibt es als Highlight ein WM-Spiel.
"Die Fußball-Schule arbeitet mit der Firma Philips zusammen. Über die Verbindung sind wir an Karten gekommen", erzählt Brankman, der im Gegensatz zu seinen Spielern nicht zum ersten Mal auf Schalke ist. Im vergangenen Jahr hat er sich ein Bundesligaspiel angeschaut. Seine Meinung über die Arena: "Ein wunderschönes Stadion. Vor allem die Architektur und die technischen Elemente gefallen mir. Das bewegliche Spielfeld ist der Knaller. Wäre schön, wenn gleich eine ähnliche Atmosphäre ist wie damals bei dem Bundesligaspiel."
In Bezug auf die beiden Fan-Gruppen sieht der Coach keine Probleme. "Wir haben doch die gleichen Farben. Und Bier aus Tschechien - Budweiser zum Beispiel - finde ich richtig lecker. Wer so etwas braut, will keinen Ärger." Dabei lässt er jedoch keinen Zweifel daran aufkommen, wer gleich gewinnen wird. "Die USA natürlich. Das Team von Bruce Arena ist schon lange zusammen und hat sich gefunden. Auch wenn die Tschechen so wunderbare Fußballer wie Pavel Nedved in ihren Reihen haben, Amerika ist als Team stärker."
Brankman setzt das typische amerikanische Grinsen auf und macht sich mit seiner Gruppe auf den Weg. Er will zeitig im Stadion sein, damit seine Spieler den "Rasen riechen" können. Vorher verteilt er aber noch ein Lob an den Gastgeber. "Die Deutschen hier sind alle unheimlich freundlich. Und es ist alles perfekt organisiert. Vielleicht sehen wir uns ja im Viertelfinale wieder, wie vor vier Jahren. Dieses Mal jedoch werden wir gewinnen." Einspruch ist bei Amerikanern wie Andrew Brankman zwecklos.
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