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Busfahrer Laser opfert für Krstajic und Co. seinen Urlaub
Mladen Krstajic wird am Freitag nicht der einzige Schalker im Mannschaftsbus von Serbien-Montenegro sein, wenn der Tross vom WM-Quartier in Billerbeck nach Gelsenkirchen reist. Vorne links wird Lars Laser sitzen. Der 31-Jährige, der sonst den Schalker Mannschaftsbus lenkt, chauffiert während der Weltmeisterschaft das Team aus Osteuropa.
Der Kontakt kam über seinen Arbeitgeber zu Stande. Das Bus-Unternehmen Nickel, seit Jahren Partner der Knappen, bekam von der FIFA den Auftrag, die Mannschaften von Italien und Serbien-Montenegro zu fahren. "Mein Chef kam daraufhin auf mich zu und fragte, für welches Land ich fahren wolle", erinnert sich Laser, der sich letztlich für das Team um den Schalker Mladen Krstajic entschied.
Einer seiner Hauptgründe für die Entscheidung: Der Busfahrer kennt das WM-Quartier von Serbien-Montenegro wie seine Westentasche. Die Mannen von Trainer Ilija Petkovic haben nämlich ihr WM-Quartier im Hotel Weissenburg in Billerbeck aufgeschlagen. Dort bereiten sich sonst die Schalker auf ihre Heimspiele vor. "Das ist schon ein Vorteil", sagt Laser, dessen Ortskenntnisse am Freitag jedoch nicht gefragt sein werden.
Denn: "Nicht ich entscheide, wo wir herfahren sondern der Sicherheitschef." In jedem Bus ist ein Polizist vor Ort, der in Abstimmung mit den Einsatzkräften die Route festlegt. Laser muss nur den Sicherheitskräften hinterherfahren. Dafür gibt es ein kleines Bonbon für ihn: "Es ist immer eine Polizei-Eskorte dabei. Mit Blaulicht durch die Gegend zu fahren erlebe ich sonst nur bei Partien in der Champions League."
Während der Spiele ist Laser im Stadion. Allerdings mit einem kurzen Weg zum Bus. "Man weiß ja nie, was passiert." Das Signal zur Abfahrt gibt im Übrigen nicht der Trainer. Der Sicherheitsmann legt in Absprache mit dem Mannschaftsbetreuer und der Polizei die Abfahrtszeit fest.
Die Stimmung im Bus beschreibt Laser, der seit sechs Jahren für Nickel und seit drei Jahren auch für die Knappen fährt, als gut. "Das ist nicht anders als bei Spielen der Schalker." Entscheidender Unterschied: "Ich verstehe nicht, was im Bus gesprochen wird." Der serbischen Sprache ist er nicht mächtig. "Das ist schade. Der Kontakt zu den Spielern ist somit minimal. Ich kann mich nur mit Mladen und einem Betreuer unterhalten, der deutsch spricht. Aber sie sind alle sehr nett."
Vor dem Turnier gab es am Hockenheimring ein dreitägiges Sicherheitstraining für alle Busfahrer, die bei der WM im Einsatz sind. Auf dem Programm standen sowohl Theorie als auch Praxis. Geheimnisse indes gibt es bei den WM-Bussen nicht. "Das sind ganz normale Fahrzeuge. Der Bus der Schalker ist da luxuriöser", sagt der Mann aus Recklinghausen.
Lars Laser ist rund um die Uhr mit der Mannschaft aus Serbien-Montenegro zusammen. Für den besonderen WM-Einsatz hat er seinen Sommerurlaub geopfert. "Jetzt hoffe ich natürlich, dass die Jungs möglichst lange im Turnier bleiben. Ich hätte nichts dagegen, wenn ich am 9. Juli nach Berlin fahren muss."
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