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Krstajic empfindet 0:6 als "Skandal"
Es sollte sein Spiel werden. Nach der unglücklichen 0:1-Niederlage gegen die Niederlande hoffte Mladen Krstajic, dass die Serben in "seiner Arena" den ersten Sieg bei dieser WM erfahren können. Am Ende gab es jedoch eine herbe Enttäuschung für den Schalker, der mehr als geknickt nach dem 0:6 gegen Argentinien war.
"Mir fehlen die Worte", gab der Verteidiger nach dem Schlusspfiff zu. "Was heute passiert ist, ist ein Skandal für uns. Argentinien war klar besser. Wir konnten ihnen nach dem Schlusspfiff nur gratulieren."
Die beste europäische Abwehrreihe aus der WM-Qualifikation - nur ein Gegentor -
hatte einen rabenschwarzen Tag erwischt. Wobei Trainer Ilija Petkovic auch gezwungen war, seine Aufstellung in der Defensive zu ändern. Die etatmäßigen Innenverteidiger konnten auf ihren gewohnten Position nicht mitwirken. Nemanja Vidic war verletzt, Mladen Krstajic musste genau wie bei den Knappen in der vergangenen Saison auf der linken Abwehrseite aushelfen.
Eine Aufgabe, die dem 32-Jährige heute nicht lag. Er hatte Probleme mit Javier Saviola, der oft auf die rechte offensive Seite der Argentinier auswich. Besonders ärgerlich für Krstajic: Er war am zweiten und dritten Tor nicht unbeteiligt. Beim 2:0 für die Gauchos ließ er den Torschützen Esteban Cambiasso im Rücken laufen; beim 3:0 leitete ein Ballverlust von Krstajic gegen Saviola den Treffer ein.
Nach der Pause rückte der Knappe wieder ins Abwehrzentrum der Serben, was ein bisschen Stabilität in die Defensive brachte. Als jedoch Mateja Kezman in der 65. Minute wegen eines groben Foulspiels die rote Karte sah, war die Ordnung kurze Zeit später wieder verloren. Die Folge: Die Argentinier legten noch drei Tore nach, und Mladen Krstajic schlich nach 90 Minuten aus seinem Wohnzimmer.
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