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Portugals Trainer plant fünf Wechsel
Sie haben das Achtelfinale schon erreicht und geben sich dementsprechend locker. Die Portugiesen werden am Mittwoch mit einer im Vergleich zu den ersten beiden Partien veränderten Mannschaft in das letzte Gruppenspiel gegen Mexiko gehen. Trainer Scolari wird fünf Akteuren eine "gelbbedingte" Pause gönnen.
Cristiano Ronaldo, Deco, Costinha, Nuno Valente und Pedro Pauleta wurden in den Begegnungen mit Angola (1:0) bzw. mit dem Iran (2:0) verwarnt und würden bei einer weiteren gelben Karte im Achtelfinale nicht zur Verfügung stehen. "Sie werden gegen Mexiko keine Sekunde spielen", betont Trainer Luiz Felipe Scolari. "Selbst wenn wir gegen Mexiko hinten liegen."
Dieses Szenario ist jedoch für den portugiesischen Nationalcoach undenkbar. Er vertraue seinen Ersatzspielern. "Wir werden ja nicht die Art ändern, wie wir spielen, sondern nur ein paar Leute auswechseln." Alle 23 Spieler hätten sich die Nominierungen durch gute Leistungen verdient, und nun hätten fünf Leute davon die Chance, sich für weitere Aufgaben zu empfehlen. "Ich erwarte von ihnen, dass sie mich dazu bringen, darüber nachzudenken, wer im Achtelfinale auflaufen soll."
Die Runde der letzten 16 Mannschaften interessiere ihn allerdings jetzt noch nicht. Vorher gebe es noch die Partie gegen Mexiko. "Das Team spielt sehr schnell und aggressiv. Wir werden jedoch die Mittel haben, sie zu stoppen", sagt Scolari voller Selbstvertrauen. Eine Einstellung, die nicht zuletzt dem großen portugiesischen Fußballidol zu verdanken ist. Eusebio sei ständig mit der Mannschaft zusammen und impfe den Spielern die nötige Selbstsicherheit ein.
Vier mehr als den morgigen Gegner fürchtet der Fußball-Lehrer aus Brasilien, der sein Heimatland 2002 als Coach zum Gewinn der Weltmeisterschaft führte, die Schiedsrichter. Er kritisiert, dass aus seiner Sicht mit zweierlei Maß gemessen wird. "Cristiano Ronaldo und Figo werden permanent sehr hart angegangen. Doch ihre Gegenspieler werden meist nicht verwarnt. Wir hingegen fabrizieren oft recht harmlose Fouls und sehen gleich eine gelbe Karte."
Zu dem Selbstverständnis von Scolari gehört es auch, sich nicht nach dem Gegner zu richten. Auf die Frage, wer ihm im Achtelfinale denn lieber wäre, Argentinien oder die Niederlande, sagte der 58-Jährige: "Ich bin für diese Frage der falsche Ansprechpartner. Wir spielen nachmittags, die beiden anderen Teams jedoch am Abend. Deren Trainer müssen sie fragen, gegen wen sie lieber antreten wollen."
Für Scolari hingegen steht fest: "Wir haben noch fünf Spiele vor uns, wobei wir das nächste ruhig verlieren dürfen. So ähnlich sind wir auch 2002 an die Sache herangegangen." Und jeder weiß, wie das ausgegangen ist.
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