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Gospels in der Glückaufkampfbahn
1800 Gläubige bei einem Gottesdienst - das ist für die meisten Gemeinden eine selten erreichte Rekordzahl - die Gemeinde, die sich am Sonntagmittag auf dem Gelsenkirchener Fan Fest versammelt hatte, war erfreulich groß. Die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen als Veranstalter des ökumenischen "Halbzeit" Gottesdienstes konnte mehr als zufrieden sein.
Gleich mit Öffnung der Glückaufkampfbahn luden Wolfgang Wilger und der WM-Projektchor zum Einsingen ein. "Welcome, Bienvenue, Bienvenidos", begrüßte Superintendent Rüdiger Höcker die Gemeinde in der Glückaufkampfbahn. Internationalität und Gastfreundschaft, das waren die Themen, um die der Gottesdienst kreiste. Psalter in deutsch, englisch, spanisch und polnisch waren zu hören. Weihbischof Franz Grave stellte das WM-Motto "Die Welt zu Gast bei Freunden" in den Mittelpunkt seiner Ansprache. "Unter Gästen darf es keine Rangfolge geben", betonte er. "Allzu oft scheint die Welt aufgeteilt in Sieger und Verlierer, auf- und Absteiger, wir halten uns für die Gewinner, oft scheint es als hielten sich viele die Ansprüche der Verlierer vom Leib."
Neben kritischen und nachdenklichen Tönen gab es in der Glückaufkampfbahn am Sonntagmittag aber vor allem ein fröhliches Programm. Manches verstand sich auch ohne Worte, wie etwa die Vorführung von "United Paintings". Gelsenkirchener Grundschulkinder stellten ihr "Banner der Freundschaft" vor und tanzten gemeinsam mit Ballettprofi Rolf Gildenast zu einer eigenen Choreografie. Für die musikalische Gestaltung sorgte ein 180-köpfiger Gospelchor, der sich aus Sängerinnen und Sängern der unterschiedlichen Gelsenkirchener Gemeinden zusammensetzte.
Die Kirchgänger bewiesen übrigens mehr Durchhaltevermögen als die meisten Fußballfans. Sie blieben noch zur "Nachspielzeit" mit der Wolfgang Wilger Band, bis sie von den ersten Englandfans abgelöst wurden.
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