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Greenkeeper Petri: Nur kosmetische Veränderungen
Eigentlich war die Rasen-Aktion nicht zwingend notwendig. Sogar die Mitarbeiter von der FIFA stellten es Thorsten Petri frei. Doch der Schalker Greenkeeper entschied sich dafür, vor dem WM-Viertelfinale am Samstag (1. Juli) zwischen England und Portugal zwei "kosmetische Veränderungen" in den Torräumen der Arena vorzunehmen.
Warum wurde der Rasen in den Torräumen ausgetauscht?
Thorsten Petri: Auf der Nordseite der Arena war eine braune Stelle, kaum größer als drei Quadratmeter. Das ist der Platz, wo sich der Torwart die meiste Zeit aufhält eine ganz normale Verschleißfläche. Weil wir für das Viertelfinale einen komplett grünen Rasen wollten, haben wir uns dazu entschieden, ein paar kosmetische Veränderungen vorzunehmen. Aus optischen Gründen haben wir ein Drittel des Fünfmeterraums vor dem Tor ausgetauscht.
War das eine Anordnung der FIFA oder des WM-OKs?
Petri: Nein, beide Seiten hatten uns signalisiert, dass der Rasen in einem guten Zustand sei und es uns überlassen, ob wir die Veränderungen vornehmen wollen.
Und dann haben Sie trotzdem grünes Licht gegeben.
Petri: Ja. Zumal die Veränderung von langer Hand geplant war. Schon vor anderthalb Jahren wurde festgelegt, dass die Rasenfläche nach vier Spielen ausgebessert werden soll. Immerhin haben nicht nur vier Partien auf dem Feld stattgefunden, sondern auch acht Trainingseinheiten und das ganze innerhalb von zwei Wochen. Dafür sieht er noch richtig gut aus.
Hat die Spielfläche unter mangelnder Sonneneinstrahlung und unzureichender Luftzufuhr gelitten?
Petri: Definitiv nein. Zur Sommersonnenwende steht die Sonne so günstig am Himmel, dass jeder Quadratmeter Rasen auch Licht bekommt. Die Luftzirkulation war optimal. Zudem hätten wir den Rasen ja rausfahren können, aber bei über 30 Grad Außentemperatur war ich sogar dankbar, dass wir die Fläche in der Arena vor Austrocknung schützen konnten.
Was passiert mit dem Rasen eigentlich nach der WM?
Petri: Er bleibt im Stadion. Wir werden ihn natürlich intensiv bearbeiten. Darüber hinaus planen wir, die Spielfläche so lange wie möglich in der Arena zu lassen. Immerhin hat der alte Rasen zwei Jahre lang beste Voraussetzungen für guten Fußball geboten.
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